31. Juli 2014

Philipp raging at things

Ja. Ich hab grad ein bisschen Hass und will mal ein bisschen Haten, so zur Abwechslung mal. Aber worum gehts eigentlich?
Ich hab ja nix dagegen, wenn es kleine Probleme mit Programmen gibt. Wenn man auch mal den Support kontaktieren muss. Aber... Wenn ein mehrere Jahre altes Programm, bei dem man erwarten kann, dass solche Bugs behoben sind, sich nicht einmal starten lässt, nachdem man es gekauft hat, dann werd ich fuchsig.
Wenn man dann den Hilfestellungen auf den Supportseiten folgt und diese Seiten dann nicht funktionieren, dann bekomm ich zu viel.
Gerade wenn man auf dieses Programm angewiesen ist.
Die Rede ist hier, ja ich nenne jetzt Namen, ja, das könnte man als Rufmord bezeichnen, da bin ich schuldig im Sinne der Anklage, von MathCAD 14.
Mit dem Spielzeug kann man sich Berechnungen programmieren, in die man dann nur am Anfang Zahlen eingeben muss und das Programm errechnet dann die restlichen Werte (Werte a, b, c gegeben, a in Formel 1 ergibt d, b und c in Formel 2 ergibt e, in Formel 3 ergeben b, d und e Ergebnis f usw). Das dürfen wir in der Klausur benutzen, macht alles einfacher und schneller.
Aktuell ist MathCAD 15 und MathCAD Prime 3, so, die kosten aber auch mal eben mehrere tausend Euro, hat man als Student ja nicht gerade irgendwo in der Ecke herumliegen, wenn man kein Bafoeg bekommt. 
Über die Uni gibts darum MathCAD 14 für nen Zehner. Fairer Deal.
So. Aber. Jetzt hat man diese Dateien, installiert das Programm und jetzt kommt der größte Müll: Um das Programm starten zu können braucht man eine Lizenzdatei, nein, es reicht nicht der normale Product-Key, PTC, die Herstellerfirma, ist was besonderes. Doofer Weise hat man aber angeblich keine Berechtigung auf die Server, von denen der Installer die Lizenz laden will, zu zu greifen. Ja, ganz toll gemacht.
So. Support-Seiten durchwühlt, hilft nix, ein bisschen geduckduckgot, anscheinend gibt es das Problem schon länger, Lösung ist, sich manuell eine Lizenz zu besorgen. Alles klar.
Entsprechende Seite aufgerufen. Alle Daten angegeben. By the way, es ist unfassbar, was für eine verkackte Datenkrake dieses Unternehmen ist, dagegen sind Facebook und Google nur die netten Karteiisten von nebenan. Die wollen meine Volume bzw CPU-ID haben... Aber sonst gehts ja?
So, wie gesagt, alles brav eingegeben. Und... Tada, Seite lädt neu, man bekommt keine Lizenz, man bleibt in Schritt 3 hängen. 
Versucht den Support anzurufen. Warteschleie. Ja ne, ist klar, Produkt für 1000€ verticken und dann son Scheiß, ihr mich auch. 
Nach ein wenig mehr Recherche stellt man dann fest, der Support für das Produkt ist vor zwei Jahren eingestellt worden. Ja danke, ihr Penner, sonst gehts gut? Verreckt doch an eurem Scheiß, die neueste Version kostet mit zehnmal mehr und kann weniger, aber die wird supportet? Drecks Ami-Firma. Aber hey, bald haben wir solche Zustände auch in Deutschland, dann muss man sich gar nicht mehr aufregen, weil es überall so ist.
Die Welt ist doch behindert. Lasst sie uns vernichten. Mit Hagel und Granaten.

14. Juli 2014

Die WM ist zu Ende, die WM beginnt...

Ab morgen ist WM.
„Aber WM war doch schon...“
Ja, Fußball-WM, aber es gibt ja, Evolution sein dank, noch mehr Sportarten als Fußball.
z.B. Fechten. Aber woher soll das der normale Mensch auch wissen, schließlich wird nicht Wochen vorher schon Bericht erstattet, werden keine großen Erfolgsprognosen von selbsternannten Experten oder Analysen ehemaliger Erfolgssportler über den Leistungsstand veröffentlicht, keine Stimmung gemacht, mit den deutschen Athleten mitzufiebern.
Da mag sich einem doch die Frage stellen: Warum eigentlich nicht? (oder auch nicht, wenn man von Diversität soviel hält, wie das IOC [olympische Komitee] von Transparenz...)
Es wird schließlich über andere Randsportarten wie beispielsweise Schach ähnlich berichtet, wie über Fußball, dabei hört man selten in der U-Bahn* Sätze wie „das Finale gestern, das war echt krass, wie Carlsen da Anands Springer einfach so geschlagen hat, das war so genial, der Wendepunkt der Partie“ oder „beim Training, da hab ich mir so eine geile Kombination von Läufer und Turm überlegt, mein Gegner konnte nur aufgeben“. 
Allenfalls liest hört man noch Kommentare zu höher frequentierten Sportarten wie Leichtathletik, Rudern, Hockey etc., ansonsten überall nur Fußball.
Aber warum nicht Fechten? 
Da gibt's verschiedene Gründe: 
a) 
Die Medien verdienen kein Geld mit Berichten über Fechten, ist ja nur eine kleine Zielgruppe. Aber sollten Journalisten nicht eigentlich wertneutral an ihre Arbeit heran gehen, niemanden bevorzugen und vor allem nicht dem Geld hinterherlaufen? 
Sollten nicht gerade in dem durch Zwangsabgaben finanzierten öffentlich-rechtlichen Funk und Fernsehen neutral berichtet werden und damit gleichberechtigt, schließlich ist Deutschland, zumindest noch auf dem Papier, ein demokratischer Staat? 
Ach. Sorry. Da hab ich grad ein bisschen vor mich hin geträumt, ich Gutmensch... 
b) 
Die FIE [Weltverband des Fechtsports] ist (noch) keine multimilliardenschwere Korruptionsgesellschaft**, die genug Einfluss hat, um ggf. an Punkt a) etwas zu ändern. Sie scheitert schon daran, die ureigensten Interessen durch zu setzen, bei den olympischen Spielen muss Fechten auf 2 Disziplinen (es gibt insgesamt zwölf, drei Waffen, jeweils Einzel und Mannschaft für Damen und Herren, 3*2*2=12) verzichten, die immer rotiert werden, und nichts konnte daran etwas ändern.
c) 
Aufgrund von a) sehen sich Personen des öffentlichen Lebens nicht in der Position, mehr für den Sport zu tun, als nötig. Es glaubt ja niemand ernsthaft daran, dass sich Mutti und der Bundesgauck für einen Selfie mit den deutschen Fechtern hergeben. Damit kann man ja keine Stimmen für Wahlen sammeln und in der breiten Masse auf Zuspruch stoßen.
d) 
Fechten ist nicht im Bewusstsein der Menschen, was an c) und a) liegt. Die wenigsten Leute wollen sich noch groß informieren, was sie machen können, sie machen das, was sie immer vor Augen haben, genauso wenig wollen sie, wenn es denn mal im TV übertragen wird, sich informieren, warum da wer jetzt nen Treffer gemacht hat, aber beim Fußball kennt anscheinend jeder die Regeln (und es kann mir jetzt niemand erzählen, die Abseitsregel hätten alle nach einmal Kommentatorerklärung und Privatgespräch vollständig kapiert)

Wenn ich wollte, könnte ich zu jedem Punkt mehrere Seiten schreiben, aber ich würde mich doch nur aufregen, darum lasst mich kurz zusammenfassen:
Menschen sind doof, Geld regiert die Welt und ich will ne Currywurst.

PS: 
An dieser Stelle übrigens meinen herzlichen Glückwunsch an die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum Titelgewinn (nein, ich habe das Spiel nicht geguckt, lediglich Meinungen von Zuschauern gehört und demnach war es ein Gemetzel^^).

*Zufällig gewähltes Beispiel eines öffentlichen Raumes, in dem man, ohne wie ein Stalker zu wirken, Menschen belauschen kann

** solche Tendenzen könnte man mittlerweile durchaus unterstellen, schließlich ist mit Alisher Usmanov ein russischer Oligarch mit zweifelhafter Vergangenheit vorsitzender und ein 

13. Juli 2014

Alle wahnsinnig

Ja, es ist soweit. Aus irgendeinem Grund hat Deutschland es geschafft, ins Finale des unwichtigsten Ereignisses ever zu gelangen: 
Der Vollidio... der Grenzdebi... der Grobmoto... der Pöbe...  ach, wie ist das nette Wort noch mal?
Achja, Fussball-Weltmeisterschaft.
Und alle so: SCHLAAAND! Und ich so: Halts maul.

Mal im Ernst.
Ist ja in Ordnung, dass die deutsche Mannschaft im Finale steht, haben sie ja sicher nicht schlecht gemacht (ich hab kein Spiel gesehen, Finale wird auch nicht geguckt), die Ergebnisse sprechen ja für sich (Brasilien weiß jetzt auch, was Blitzkrieg bedeutet...). Aber ist so ein riesiges Bohei um einen meiner Meinung nach extrem langweiligen Sport echt nötig?
Fußball ist schon omnipräsent genug, da müssen nicht auch noch alle Leitmedien, egal welchen intellektuellen Anspruchs, auch wenn sich die Fußballbegeisterung sicher reziprok zu dessen Anstieg verhält, gleichgeschaltet werden?
Die haben so oder so schon genug Aufmerksamkeit. Da rücken die wirklich wichtigen Ding in den Hintergrund. Keine Sau interessiert es noch, dass im Osten gerade die Post abgeht, da ein Krieg statt findet, in dem lustig Menschen sterben. Alle bemitleiden die brasilia-nischen Kinder, die weinen, weil deren Mannschaft gerade verloren hat. Aber mindestens doppelt so viele weinen, weil da, wo die Spiele verloren werden, mal ihr Zuhause stand oder ihre Eltern im Vorfeld brutal nieder gemacht wurden. Aber was weiß ich schon...


Solang die korrupt.... ähm... wohlorganisierte FIFA ihr Geld verdient, ist ja alles gut.
Selbst im eigenen Land passieren unfassbare Dinge: TTIP und Komplizen werden durch gewunken und keinen interessierts. Dass damit so ziemlich alles den Bach runter gehen wird, die Chlorhühner sind scheiß egal, es geht um Dinge wie z.B. juristische Gleichstellung von Unternehmen und Staaten, genveränderte Lebensmittel, von denen nicht einmal zweifelsfrei nachgewiesen ist, dass sie gesundheitsunschädlich sind. Am schlimmsten ist aber, wir bekommen nach Beschluss hier allgemein amerikanische Verhältnisse, ich mein, wer will denn sowas? Verhältnisse eines Landes, in dem schon Kinder mit Waffen rumhantieren dürfen, Ü-Eier aber bis vor kurzem als gefährdend eingestuft wurden, da kann man doch nur noch auswandern... Zum Mond zum Beispiel, lieber bei den Nazis oder den Transformern oder wem auch immer, als in so einer Gesellschaft.
Aber es ist so wie so schon zu spät, wenn ich es mir genauer überlege.
CDU an der Macht, keinen interessiert, was da in Berlin vor sich geht, Hauptsache, der vierte Stern wird nach Hause geholt, auf der einen Seite noch beschmiert mit den Überresten von brasilianischen Zwangsarbeitern.
Da ist man doch gleich stolz, Deutscher zu sein.

NICHT! 


PS: Wer Zynismus findet, darf gern dran verrecken.

PPS: Mal sachlich. Ich boykottiere genauso die olympischen Spiele 2016, dafür passiert ja der selbe abscheuliche und menschenverachtende Irrsinn. Ursprünglich wollte ich da hin fahren, aber unter solch einer Prämisse hat sich das erledigt.

8. Juli 2014

Voyager. Band 3. Meh.

Nach ein paar Monaten Wartezeit konnte ich Teil 3 des Voyager-Reboots in Händen halten, die Vorfreude war recht groß.
Vorrangig geht es um die erste Mission der Voyager mit Chakotay als Captain, recht simpel, ein paar Kolonisten sollen auf ihren Planeten zurückgebracht werden, bei der Ankunft zeigt sich allerdings ein anscheinend künstlicher Sturm direkt über der Kolonie und schafft Nachforschungsbedarf. Nebenbei setzt Chakotay sich mit einem crewinternen Konflikt auseinander und sieht seine Schwester Sekaya wieder, die als Beraterin in die Mission integriert ist, mit der er einiges zu bereden hat.
Einige Welten wollen in Anbetracht der Politik der Föderation aus dem Planetenbündnis austreten und es ist Admiral Janeways Aufgabe, zu vermitteln.
Nebenbei finden B‘elanna und Tom heraus, dass ihre Tochter Miral ggf. Inhalt einer alten klingonischen Prophezeiung sein könnte und versuchen, mehr darüber heraus zu finden (Die Auserwählte...).

Was mir gefallen hat:
- Die Debatte um den Austritt aus der UFP: Sehr interessante Argumentation, dass die  
  Föderation allein durch ihr Grundprinzip gegen sich selbst arbeitet: Durch den 
  Zusammenschluss zum Selbstschutz wird sie in den Augen anderer zur Gefahr und   
  damit zum potentiellen Gegner. Ebenfalls sehr gut bemerkt ist, dass vor allem die   
  Kernvölker, Menschen, Vulkanier und Andorianer, sowie zusätzlich Bajoraner im Fokus  
  der Politik stehen und viele kleine Rassen und Planeten kaum Berücksichtigung finden 
  und um Aufmerksamkeit kämpfen müssen.
- Die Story um Astall und Kaz, eine interessante Beleuchtung von Trill und ein 
  interessantes Rassekonzept der Huanni, enorm emotional und damit perfekt als 
  Counselor geeignet. Jarem hat Flashbacks eines früheren Wirtes des Kaz-Symbionten 
  und Astall hilft ihm, damit fertig zu werden. Sehr emotional, sehr tief, guter Nebenplot.

Was mir nicht gefallen hat:
- Es gibt kaum Neues:
  Der Konflikt innerhalb der neuen Mannschaft der Voyager hat enorme Ähnlichkeit zu dem 
  der Serie zwischen Sternenflotten- und Marquisangehörigen, mit dem Unterschied, dass 
  es jetzt weniger um die Ideologie, als um eine Meinung geht, wer denn jetzt am meisten   
  gelitten hat (mimimi, ich bin viel ärmer dran als du - nein, ich du - nein ich - mimimi, alles doof)
  Die Kolonie an der Grenze zur Cardassianischen Union. Mhh, schon ein paar mal gehört. 
Ja, das bietet    durchaus eine Menge Stoff, aber hier zeichnet sich eher eine 08/15-Story ab...
  Der Gegner am Ende sind alte Bekannte, die Cardassianer, im Ernst, musste das sein? 
  In DS9 gab es so viel dazu, da müssen wir das doch nicht noch mal in dieser Linie 
  aufwärmen? Mag sein, dass es da eine Menge zu beleuchten gibt, aber das hier scheint    
  wieder in Richtung „unerbittlicher Feind“ zu gehen.  (Man sollte die Reihe in "Schlechter 
  DS9-Abklatsch mit tollem Schiff, das mal echt zu was zu gebrauchen war, aber jetzt nur    
  noch alte Drehbücher aufwärmen darf) 

Worüber ich zwiegespalten bin:
Die Chakotay-Story: Ja, wir erfahren hier eine Menge über die Lebensweise seine Volkes und mit Sekaya kommt ein weiterer Charakter dazu, aber wenn man mal ehrlich ist, hat man das meiste dann doch schon in der Serie gesehen oder gehört.
Wer die Serie nicht gesehen hat, wird das sicherlich gut finden, aber wer sie gesehen hat, dem kommen die Passagen recht schleppend vor. Daher eher ein Nullsummenspiel in der Wertung.

Fazit:
Bleibt für mich als Serien-Gucker und zuletzt Destiny-Verwöhnter eher mau, das meiste kam einem bekannt vor und die guten Ansätze wurden in Nebenplots versteckt.
Ich finde, hier sollte man lieber den Mut haben, Neuland zu wagen, man könnte z.B. die Holorevolution weiter betrachten, die Meinung in der Bevölkerung, ob sich da Gruppie-rungen bilden, oder näher auf die Probleme der Austrittskandidaten eingehen, dabei könnte man genauso auf die inneren Spannungen, politischen, weltanschaulichen und philosophischen Aspekte eingehen, ohne Bekanntes nur neu aufzuwärmen, 2 von 5 Punkten.
Ggf. sollte man auch mal eine andere Autorin ranlassen, schließlich gibt es nicht nur Christie Golden auf diesem Planeten, auch wenn sie schon bewiesen hat, dass sie gute Arbeit leisten kann, muss das nicht heißen, dass sie es immer tut...

Und dann noch ein Wort zur Veröffentlichungspolitik: Zwei Teile, jeder 250 Seiten, während man die andern Reihen mit bis zu 500 Seiten pro Buch veröffentlicht? Ey, ich kann kein Geld scheißen, sucht euch ne andere Kuh zum melken CrossCult, das geht gar nicht.