28. April 2013

Ähm

Der Quälgeist ist wieder unterwegs.
So, hier mal ein paar Fotos, die ich heute aus der Situation heraus gemacht hab, als ich meine E-Weste und diverse Körperkabel repariert habe.

Einmal wie es unter meinem Rechner aussieht, voll spannend, hatte ich die ganze Zeit im Blick (das Orange ist ein USB-Stick der bästen Bänd der Wält mit dem Bootleg des November-Konzerts)


Dann meine E-Weste nach dem erfolgreichen Flicken, das kleine Loch, das ein wohl platzierter und schlecht parierter Hieb verursacht hat, war jetzt nicht so spektakulär, darum präsentiere ich euch hier lieber meine erstaunlich guten Nähkünste:


Pause muss auch mal sein (die Wäsche im Hintergrund einfach nicht beachten):


Musik durfte auch nicht fehlen (die Bücher im Hintergrund bitte beachten):


Zu letzt dann die Körperkabel, deren Schaden auch nicht so krass spektakulär war, da es sich lediglich um Kabelbruch handelte, vielleicht ergänze ich noch ein Foto, wenn ich mir das noch mal überlegt hab, ob sie es wert sind, hier gepostet zu werden:


Und das wars dann auch schon wieder für heute, bleibt mir nur noch zu sagen: Macht, dass es wieder kälter wird und regnet. Ich mag es nicht gern warm.



14. April 2013

Oblivion

Nein, es geht nicht um den vierten Teil der The Elder Scrolls Reihe, sondern um einen genialen Science-Fiction-Film mit Tom Cruise (dieser Widerspruch).
Kurzfassung des Inhalts, falls wer Angst vor Spoilern hat, hat Pech gehabt, aber es sind nur kleine, weil ich hier keinen Roman schreiben möchte:
Die Erde. 2077. Der Mond ist zerstört. Vernichtet von den "Plünderern", einer außerirdischen Rasse.
Die Erde ist ein Trümmerfeld. Radioaktiv verseucht. Städte liegen in Schutt und Asche oder darunter.
In einem geostationären Orbit umkreist eine pyramidenförmige Station, genannt "TET", den Planeten.
Sie dient den Menschen als Zwischenstation zum Saturnmond Titan, auf den die Menschheit evakuiert wurde.
Die letzten Menschen auf der Erde sind Techniker, die damit beschäftigt sind, die Türme, die aus Meerwasser Energie gewinnen, zur Autonomie zu bringen, in dem sie Drohnen, die sie beschützen, auf Vordermann bringen.
Hier setzt die Geschichte an. Mehr verrate ich nicht. Schade. Doch gar keine Spoiler.
Zur Umsetzung: Sehr gut gemacht. Die Technologie wirkt futuristisch, aber realistisch. Das Haus, in dem sich die Protagonisten aufhalten, lädt zum Neid ein und wenn das Bubbleship abhebt, möchte man dort leben. JETZT.
Mit dem Absturz eines Raumschiffes geht die Handlung erst richtig los: An Bord befinden sich Menschen in Kryotanks, werden jedoch von den Drohnen als Gefahr angesehen und getötet, nur durch Jacks Eingreifen kann eine letzte Schlafende überleben.
Und die bringt nun die Welt, durch das was sie zu sagen hat, etwas durcheinander.
Technisch gesehen ist Oblivion ein nahezu perfekter Film, Bild und Ton lassen in keiner Form zu wünschen übrig, der Soundtrack von M83 trifft die Stimmung im Film perfekt und die Kameraführung weiß auch zu überzeugen.
Schauspielerisch konnte mich am meisten Andrea Riseborough in der Rolle der Victoria, Jacks Kollegin, überzeugen, die ihre Figur meines Erachtens am besten Darstellen und ihr Tiefe verleihen konnte.
Die Liebesgeschichte um Tom Cruise's Jack und die von Olga Kurylenko gespielte Julia konnte mich jetzt zwar ansatzweise berühren, blieb aber zusehr im Klischee um herauszustechen, ebenso haben beide ihre Fähigkeiten nicht voll ausgespielt.
So. genug.
Mein Fazit: Toller Film, mit einer soliden Story mit Anleihen aus dem Genre, so wird man sich teilweise an diverse Apokalypsenfilme erinnert fühlen, mir persönlich sind noch Einflüsse aus Portal, 2001 - Odyssee im Weltraum, Matrix, Minority Report und vielleicht auch was das Design angeht, Star Trek ins Auge gesprungen. Akzeptable Schauspieler, die teilweise hinter ihren Fähigkeiten hinkten.
Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die teilweise Darstellung von Jack und Julia, bzw. was mir persönlich fehlte, war eine weitergehende Erklärung, ein "warum" und "woher", oder zumindest ein paar mehr Andeutungen wären hier zumindest beim weiterspinnen eigener Ideen hilfreich.

Insgesamt bekommt der Film von mir 7 von 10 Punkten.
Muss reichen.

4. April 2013

Verrückt aber gut: Real Humans

Arte.
Diese deutsch-französische Kooperation.
Die hielt ich ja bis zum Start von Breaking Bad für abgehobenes Nieschenfernsehen mit sporadisch für mich interessanten Sendungen bzw. Filmen (Klassiker wie Monty-Python-Filme, Metropolis etc.), aber ich musste meine Meinung ändern.
Jetzt setzen sie noch einen drauf und zeigen eine neue schwedische (SciFi-)Serie namens "Real Humans".
Worum es geht: In einer Welt, vielleicht ein paar Jahre in der Zukunft, haben viele Menschen einen Haushaltsroboter, die Arbeit in Fabriken wird von ähnlichen Robotern erledigt und alte Menschen werden von Androiden gepflegt.
Diese Roboter, "Hubots" genannt, sind allerdings so menschenähnlich wie nur möglich, das einzige was sie noch zu unterscheiden scheint, ist, dass sie sich an der Steckdose aufladen müssen.
Das ganze geht so weit, dass es Hubot-Bordelle gibt und Menschen beginnen, Beziehungen mit Hubots zu führen. Aber nicht alle stehen der modernen Technik offen gegenüber, mit der gleichen Leidenschaft  wie sie geliebt werden, werden sie auch verabscheut, sogar tätlich attackiert.
Krank.
Wir sehen als Protagonisten (jedenfalls in Folge 1 und 2) eine Familie, die sich gerade einen Hubot mit Namen Anita angeschafft hat und sich an die neue Situation gewöhnen muss, wobei manche Familienmitglieder damit besser als andere zurecht kommen, eine zweite Familie, die zerbricht, weil der Mann die Hubots fundamental ablehnt, da er auf seiner Arbeit bis auf wenige Menschen nur mit solchen zusammenarbeitet und seine Frau den gemeinsamen Hubot als neuen Liebhaber benutzt und schlussendlich zwei Polizisten, die auf Verbrechen rund um Roboter spezialisiert sind und eine Gruppe autonomer Hubots auf der Spur sind, die Mord begannen haben.
Zu dieser Gruppe gehört ein Mensch, und jetzt wird es erst richtig verrückt, der sich anscheinend Hubotteile hat einsetzen lasse und sich ebenso aufladen muss.
Verrückt.

Alles in allem nicht das, was man erwartet, nein, meiner Meinung nach besser: Wir haben hier keine Action-SciFi-Serie, von denen es ja genug gab, sondern eine veränderte Realität, ähnlich Eureka (steinigt mich für diesen Vergleich), in der nur wenig anders ist, als bei uns. Anders als Eureka geht Real Humans aber den Weg des gesellschaftlichen Spiegels und zeigt uns, wie tief die Technik schon in unserem Alltag steckt und uns beeinflusst, wie Menschen den Einfluss auf verschiedene Art und Weise aufnehmen und dementsprechend handeln. Besonders der fließende Übergang zwischen Technik und Mensch wird hier genial-beklemmend dargestellt.

Da lohnt es sich sogar, die Verarschungsgebühr an die Gema zu zahlen.
Kranker Scheiß.

Ich gebe der Serie aktuell 7 von 10 Punkten, da ich sie bis jetzt unfassbar spannend und gut durchdacht,  finde, mit einer Besetzung von weitestgehend unbekannten Schauspielern, die aber eine ansprechende Leistung absolvieren, besonders die Darstellung der Hubots finde ich gut, man erkennt den Unterschied zwischen den Modellen, z.B. ältere Modelle mit hackeligen Bewegungen und neuere, die schon recht flüssig laufen.
Was mir bis jetzt fehlt, sind Antworten, z.B. warum die Hubots autonom sind und vor allem, wie kam es überhaupt zu den Hubots, wer hat sie entwickelt, gibt es nur einen Anbieter, wie sieht es in anderen Ländern aus (besonders der letzte Punkt hat mir auch bei Eureka gefehlt).
Von mir eine klare Empfehlung, zumindest einmal rein schauen, einen Blick ist es mindestens wert.

Update:
Wir kommen der Sache näher, die ersten Details über den Ursprung der Hu-Bots sind bekannt,  die ersten Hinweise auf den Grund der Autonomie ebenfalls. Auch ist sicher, dass es sie auf der ganzen Welt gibt. Noch ist es aber nichts außergewöhnliches, darum bleibt es erstmal bei 7 Punkten.

2. April 2013

Perspektivwechsel

So, kurze kreative Lernpause.
Ich habe beschlossen, jetzt jeden Monat mein Foto aus der Challenge zwischen mir und meine Tante zu veröffentlichen (Randinfo: Ich mache mit meiner Tante jeden Monat ein Thema aus und dann haben wir einen Monat Zeit, ein Foto dazu zu machen, dass dann hinterher von verschiedenen Leute begutachtet und bewertet wird. So ist das nämlich.)
Letzten Monat war das Thema "Perspektivwechsel", hier mein Beitag:



Gedanke dahinter: 
Normalerweise stehe ich hinter und nicht vor der Kamera, das hat sich hiermit geändert (ja, Klugscheißer und Korintenkacker wie ich werden anmerken, dass ich ja doch hinter einer Kamera stehen muss, um das Foto zu machen, denen sage ich: Mag sein, ändert am Kern des Fotos nix, bäh).
Dazu kann man noch bemerken, dass man ja eigentlich durch den Sucher durch das Objektiv blickt,
das habe ich hier auch mal dezent getauscht. Doppelter Perspektivwechsel also. Man bin ich ein Genie (eher nicht.).