27. November 2014

In der schrecklichsten Stadt des Ruhrgebiets...

Nach dem grandiosen neuen Album, das einige der Schmusefans ordentlich verprellt haben dürfte, wo sie doch nur bei zwei, max. drei Liedern auf ihre Kosten kamen, dafür aber wieder ordentlich Gitarren und Geschrei bieten konnte, musste die passende Tour schnell her und tada, das Geld ähm... die Fans riefen und Linkin Park kamen.
Nach Oberhausen... 
Selbst schuld. Ich war auch noch da.
Vorband waren Of Mice and Men, die theoretisch gute Musik machen, aber am 09.11. echt bräsig vor sich hin geschnulzt haben, keine Ahnung was sie da für Vorstellungen hatten, schön war anders. Und vor allem war es leise, man konnte sich ohne zu schreien verstehen... Auf einer Rockveranstaltung... 
Naja, aber für die war man ja nicht da.
Bei LP wurde es aber auch nicht unbedingt unbedingt laut, am nächsten Tag gabs nicht mal fiepen im Ohr, da ist was kaputt...
Lautstärke hin oder her, Linkin Park haben trotzdem enorm Spaß gemacht. Für exakt 90 Minuten. Wie immer. Langsam wird das lächerlich, aber wer weiß, vielleicht dürfen sie nicht, vielleicht kann Chester körperlich einfach nicht mehr.
Die Setlist war gut durchmischt, viele viele alte Lieder, die wichtigsten vom neuen Album und dann durch die drei andern Alben durch. Besonders heraus gestochen haben In the End, da hat der Mike dann mal die ansonsten so verpönte Publikumsinteraktion hervor gekramt, Handys geklaut und sich von 12 jährigen betatschen lassen und Cure for the Itch, bei dem Joe Hahn dann mal zeigen durfte, dass er der bessere Skrillex und der bessere David Guetta ist, das einzige Lied, bei dem einen die Lautstärke des Basses in Resonanzschwingung versetzt hat.
Gefehlt haben für meinen Geschmack No more Sorrow und Victimized, also die richtigen Aufs-Maul-Songs, die sie bei RaR noch gespielt haben, dafür war dann Rebellion vom aktuellen Silberling dabei, einfach mega genial; es war dann auch leider eines der wenigen Lieder, bei denen ernst zu nehmend gepogt wurde... In einem einzigen Pit...
Ich kann ja vieles ab, aber nicht, wenn man bei so geilen Lieder nicht mal die Füße in die Luft bekommt, sondern lieber die Arme mit dem angewachsenen Phablet. Meine Güte, holt euch nen Sitzplatz wenn ihr schon filmen wollt, da steht ihr niemandem im Weg und niemand wagt es, euch beim pogen versehentlich anzustubsen...
Verweichlichter Sauhaufen...
Aber für ihr schwaches Publikum können LP ja nix.
Zumindest nicht komplett...



PS: Ich kann gut mit drei Punkten...
Philipp rages back oder irgendwas mit Medien.

RAGETIME!
I.
Der Grund, warum hier so lange nichts zu lesen war:
Mangeldes Internetz... Der Albtraum eines jeden Menschen der Baureihe 2.0.x.
Irgendwie gab es da ein Missverständnis, wann der bestehende Vertrag jetzt tatsächlich ausläuft und am 1.11. standen wir ohne DSL-Verbindung da. Tolle Sache, wenn man das nicht anständig geklärt bekommt, aber kann ja nicht jeder Lesen...
Aber nicht genug: Als nach 1 1/2 (!) Wochen der Unity-Techniker dann mal kam, war keine Möglichkeit da, das verkackte Kabel für die 100k-Leitung zu verlegen, die bestehende Drecks-Buchse ist maßlos veraltet und bietet nicht ansatzweise die notwendigen Kapazitäten; des Weiteren fehlte dann noch der notwendige Kamin, um einen neuen Strang Kupferdraht zu legen. Wo wohn ich hier eigentlich?
Der ist zum Glück für mein Nervenkostüm inzwischen gefunden. Trotzdem ging vor Mittwoch (gestern; als ich diesen Artikel schrieb, war gestern noch Zukunft, ist aber jetzt Vergangenheit) noch nichts, da kein Unity-Mann sich dazu bequemen konnte. Aber vielleicht auch, weil sich diverse Menschen, die sich darum kümmern, zu fein waren, mal mehr als 3 Plätze in der Warteschlange zu bleiben...
Wenn das dann mal am Mittwoch alles liegen sollte, waren es fantastische 3 1/2 Wochen... Ohne schnelles Netz.
Es gab kurzzeitig Hoffnung, als unsere netten Nachbar (hier kein Sarkasmus, sondern durchaus ernst gemeint) und Asyl in ihrem WLAN gewährten. Zu meinem Pech scheint mein Zimmer entweder mit Bleiwänden ausgestattet zu sein, oder sämtliche kabellosen Netze interferieren genau hier destruktiv. Oder beides. Und das, während mein Haustier... ähm... Mitbewohner zwei Meter weiter volles Netz hat. Murphys Law.

II.
Warum zur Hölle wurde denn bitte LogIn abgesetzt? Eine der wenigen ernstzunehmenden Talk-Shows im durch Zwangsabgaben finanzierten Fernsehen, die zusätzlich auch noch eine dem ZDF unbekannte Zielgruppe angesprochen hat, die noch keinen Dauerkatheter oder 24h-Pfleger braucht, und dabei auch noch breite Resonanz im Neuland gefunden hat: Der Sendungseigene Hashtag hat es regelmäßig in die oberen Platzierungen innerhalb der Blöden Republik geschafft. 

Aber das ist ja den lobbygesteuerten Programmmachern egal, oder, im Gegenteil, es hat ihnen Angst gemacht, denn da gab es durchaus mal kritische Kommentare zum Zeitgeschehen; Kritik im Journalismus, bah, das mögen unsere CEOs, ähm, Politiker ja gar nicht, also bloß weg damit, man hat ja zeitweise auch die heute-show aus dem Reichsstag ausgesperrt. Mit der hirnrissigen Begründung, dass die Sendung keine politisch-parlamentarische Berichterstattung betreibe und im Mund verdrehtes Geschäftsordnungsblabal. Ja ne, ist klar, woraus besteht denn bitte 75% von deren Inhalte? Denkt von den Korintenkackern in dem Scheißhaus Bundestag eigentlich noch irgendwer? 

26. November 2014

Gone Girl

Achtung - Dieser Beitrag könnte Spuren von Sarkasmus und Spoilern enthalten. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihre gespaltene Persönlichkeit und erschlagen ihren Arzt oder Apotheker.

Ja ja, blabla, ist was länger her, dass der Film rauskam, trotzdem möchte ich euch meine fundierte Meinung nicht vorenthalten (in Wahrheit brauche ich nur mehr Content, um mehr Klicks zu generieren).
Ein richtig, richtig guter Film, das direkt vor weg. Ich kann eigentlich über nix meckern. Leider. Das macht ihn direkt wieder schlechter. Hähä
Also. Los geht's.
Nick und Amy führen ein tolles amerikanisches Vorstadtleben, alles ist Friede, Freude, Hausgewalt. Bis zu ihrem fünften Hochzeitstag. Da verschwindet Amy, alles sieht nach einem Verbrechen aus.
Und ab hier erzähl ich nichts mehr. Es wären zu viele Spoiler. Oben stehen schon drei. Film gucken. Dann merkt man welche^^
Was ich aber sagen kann, ohne zu viel vor weg zu nehmen:
Es beginnt eine spannende Verfolgungsjagd mit enorm vielen Drehungen und Wendungen und durchaus WTF-Momenten. Na, Blut geleckt?
Die Darsteller spielen alle enorm überzeugend, Ben Affleck als dauerbedröppeltes Schaf... ähm... Ehemann, der nicht weiß, was mit ihm geschieht und mit vielen Dingen vor allem überfordert zu sein scheint, Rosamund Pike, die jede Facette dieses irren Charakters perfekt heraus holt, Barney Stinson, ich meinte natürlich Neil Patrick Harris, als Barney Stinson, weiß durchaus zu überzeugen, erkennt man doch seine Fähigkeit, durchaus auch ernstere Rollen zu spielen, auch wenn man merkt, dass er eher aus der Comedy-Ecke kommt und partiell etwas overacted, ansonsten könnte man noch Tanner Bolt erwähnen, der hier einen geldgeilen, pardon, ich meinte natürlich gewissenhaften Anwalt spielt, der stets weiß, was zu tun ist.
Der einzige Makel, und das ist jetzt Meckern auf hohem Niveau, ist für mich das Ende, es wirkt nicht ganz so gut durchdacht wie der Rest des Films, was aber evtl. auch an der Buchvorlage (Buch, das: Zusammengeklebter Haufen aus Papier mit Buchstaben drauf; war früher mal das Unterhaltungs- und Informationsmedium Nr. 1, heute wird es nur noch von Hipstern, ewig Gestrigen und arroganten Pseudointellektuellen genutzt;), jedenfalls passt es für mich von der Stimmung und der Charakterentwicklung nicht ganz. Aber das ist marginal. Also klein höherer Ordnung. Also vernachlässigbar.

Long story short: 
9 von 10 Punkten.

PS: 
Kleines Suchspiel: 

Ich habe noch mehrere Spoiler versteckt, wer sie findet, darf sie behalten und gerne einen Hate-Kommentar  verfassen.

15. Oktober 2014

Wie angedroht: Frankfurter Buchmessen-Kurzbericht

War gut.
Ende.

Längere Fassung:
Es war einfach fantastisch.

Ausführlich:
Überall Bücher wohin man schaute, an jeder Ecke Sitzgelegenheiten und teilweise Freigetränke zum Probelesen, hier ne Lesung, da ne Signierstunde, dort eine Buchvorstellung, drüben eine Präsentation, am blauen Sofa eine Diskussion, aber ein Fehler:
Der Samstag. Man konnte keine Bücher kaufen, bzw. nur im Finnland-Bereich. 
Because of: Reasons.
Aber der Finnland-Teil war richtig klasse, ein Rondell, außen Buchregal, innen Polstergarnitur, komplett in weiß, angenehm beleuchtet. 
Habe eine wundertoll morbide Graphic Novel entdeckt, „Der Tod klebt an den Fersen“, ich zitiere ein Panel recht zu Beginn: „Während der Beatmung blähten sich Augen und Schädel des Babys auf.“ 
Hähähä, ganz nach meinem Geschmack.
Eine weitere Entdeckung: Der Anaconda-Verlag (hat den längsten). Viele Literaturklassiker, Sagen und Mythen, Philosophisches, sowohl die europäischen als auch fernöstlichen, gebunden, zu einem Spottpreis und es gab eine Sherlock Holmes Tasche gratis. Allein dafür hat es sich gelohnt.


Fazit: Nächstes Jahr wieder, aber unbedingt am Sonntag, damit auch ordentlich konsumiert werden kann oder beide Tage, um mehr Veranstaltungen mit machen zu können.

Wish it was better

Achtung: Dieser Beitrag enthält Spoiler, Zynismus, Arroganz, Ignoranz und Spuren von Nüssen.* Zu Risiken und Nebenwirkungen verbrennen sie [beliebige Glaubensschrift einfügen] und fragen sie ihren Guru oder Demagogen.

„Wish I Was Here“ ist der neue Film von John Dorian aka Zach Braff, der vor zehn Jahren mit „Garden State“ bewies, dass er richtig gutes, genreübergreifendes Kino machen kann, ohne zu sehr in Richtung Kitsch oder seine Serienrolle abzugleiten (das einzige was mich wirklich an „happythankyoumoreplease“ von Josh Radnor gestört hat). Es gab viel Aufsehen um die Finanzierung über Kickstarter, erwartete man doch, dass ein Schauspieler wie Braff das ganze ohne Probleme selbst finanzieren könnte, nichts desto trotz hat der Film innerhalb kurzer Zeit, u.a. dank meiner kleinen Spende, für die ich ein formschönes T-Shirt mit exklusivem Backer-Motiv („Backer, der/die/das“, Neusprech nicht etwa für einen Spezialisten für geröstete Teigwaren, sondern für menschliches Herdenvieh, das bereit ist, sein Geld für Projekte aus zu geben, in der Hoffnung, dass sie tatsächlich realisiert werden, sodass sie ein „Dankeschön“ oder auch „Perk“, wie der findige Internetzbewohner sagt, erhalten und ihr Geld nicht einfach weg ist.) erhalten habe. 

Zurück zu Flachzanges neuem Film:
In „Wish I Was Here“ geht es um den „thirtysomething“ Schauspieler Aidan ohne Arbeit, der an sich selbst und seiner Unfähigkeit, seine Familie, eine Ehefrau gespielt von Kate Hudson, eine Tochter gespielt von Joey King und einem Sohn gespielt von weiß ich nicht mehr, ich werde schließlich auch älter, zu ernähren frustriert. 
Nebenbei erkrankt sein Vater auch noch an Krebs und kann das Schulgeld für die Kinder nicht mehr bezahlen, da er das Geld für eine Behandlung benötigt.
Aidans Geek-Bruder Noah ist in der ganzen Misere auch keine große Hilfe, ihm geht es mehr darum, sein anders sein aus zu leben.
Das ganze drumherum wird unterstützt von Erinnerungs- und Traumsequenzen der Brüder an ihre Kindheit. Soweit der Inhalt, der Trailer spricht denke ich bessere Worte.
Das Setting ist zwar nicht gerade neu, aber durchaus ansprechend durch die grandios griesgrämige Art des Vaters, die er bis zu letzt bei bei behält. Ebenfalls nicht neu, aber trotzdem super war der eingestreute „Scrubs“-Humor, gerade am Anfang, nachdem Aidans Vater ihm seinen Gesundheitszustand und das nicht mehr zahlbare Schulgeld darlegt, „Ohman“ und die Tatsache, dass Aidan sich um den Hund kümmern muss, eröffnet: „Das sind so viele schlechte Neuigkeiten auf einmal.“ Nett sind auch die Gastauftritte von Turk und Sheldor dem Eroberer, auch wenn diese Charaktere durchaus mehr Zeit verdient hätten. Begeistert hat mich die Idee der Traumsequenzen, die waren sehr surreal, sehr gut ausgearbeitet, fantastisch dargestellt und auch viel zu kurz. Stattdessen legt man viel mehr Wert darauf, die Diskussionen des Ehepaars zu zeigen, die jedes mal ähnlich bis gleich sind, mehr so meh.
Desweiteren ist viel zu viel Pathos und Kitsch in dem Film, da könnte man 5 neue „Tomte“-Alben von aufnehmen, lediglich am Ende, kurz bevor der Vater stirbt, wirkt es nicht übertrieben, der im sterben den schönen Dialog führt: „Erinnerst du dich damals in LA, [...], da waren in der Nacht überall Glühwürmchen“ - „Dad, da waren keine Glühwürmchen“ - „In meiner Erinnerung sind dort welche, einfach weil ich es will, dass sie da sind“ (oder so ähnlich). 
Unterstützt wird diese Flut noch vom durchgängig warmen Licht: Ständig denkt man, die Sonne würde aufgehen (außer im Supermarkt, in dem Aidan, ganz der Held, für seine Frau einsteht und aufs Maul bekommt, geniale Szene, von wegen Held sein oder nicht und was es ausmacht). Was lens flares für Jar Jar Abrams sind, das sind 1000-2000 K Lampen für Zach Braff...
So, genug. Mein Fazit fällt recht gemischt aus, der Film hat tolle, durchaus lustige, wie ernsthafte Ansätze, die Probleme der Kinder, die Beziehungen innerhalb der Familie, das amerikanische Bildungs- und Gesundheitssystem etc., krankt aber daran, dass Braff Amerikaner ist und alles zu sehr im Kitsch ausufert und seinen eigenen, neuen Ideen wie den Traumsequenzen oder dem Geek-Bruder, zu wenig Platz gibt, ihre komplette Wirkung und Bedeutung zu entfalten und kommt nicht an „Garden State“ heran, der, obwohl weniger Erwachsen, deutlich weniger kitschig ist und seine Botschaft besser rüber bringt.
Dafür insgesamt 5,5 von 10 Punkten, da es trotz dieser Schwächen durchaus sehenswert ist und eine nette Unterhaltung für einen feel-good-Abend ist.

*Nährwerttabelle:

                     Menge                   Anteil an der 
                   pro Seite:        empfohlenen Tagesdosis:
Spoiler           10g                          8,472%
Zynismus         1t                       10^10% (letal)
Arroganz        42g                         31,42%

Ignoranz      1,23kg                       45,6%

8. Oktober 2014

War sonst noch was?

Ja, durchaus ist noch mehr passiert im letzten Monat, ich war nur zu faul zum schreiben. Man darf sich ja mal auf seinen grandiosen 300+ Klicks innerhalb von 30 Tagen ausruhen. Ja, bitte, danke, kein Applaus für diese famose Leistung.

Photokina war. Ja. Da. Halt. Nett. Aber früher war mehr Lametta. Viele Stände wie zum Beispiel der von Hasselblad waren enorm verkleinert, sonst mit dickem Auto und passenden Models bestückt, stand diesmal da nix. Schwaches Bild. An einigen andern Stellen das selbe. Aber dafür hatten wir ne Menge Spaß mit Sofortbildkameras und Jägermeister. Ja kostenloser Jägermeister am f-stop Stand, das war zwar etwas unseriös und wahrscheinlich auch illegal, hat dem ganzen aber viel Freude hin zu gefügt. 
Nikon leider immer noch nicht die Kamera gebracht, auf die ich warte, einen D300s-Nachfolger... Spackos... aber die 750 ist schon ein nettes Gerät.
Leica war super wie immer, tolle Ausstellung, man fühlt sich mit sonem Ding in der Hand schon son bisschen erhaben und wenn man dann noch mit dem Noctilux mit 0,95 Offenblende fotofiert... hach... 

Klausuren über Klausuren, jaja, studieren muss man ja auch noch ein bisschen, *hust* "bisschen" *hust*, liefen teilweise sogar gar nicht so scheiße, könnten zum Teil bestanden sein, abgesehen von Konstruktionstechnik, das war ja ganz grausam... Aber ja, es lohnt sich, kaum Freizeit, viel zu lernen, totaler Mindfuck, studiert Maschinenbau, macht ja sonst keiner.

Neues In Flames Album. Eher so "meh", noch mehr 08/15 Metalcore, sehr repetitive Lieder, das hat selbst mit wiederkehrenden Themen nix mehr zu tun, es ist tatsächlich bis auf 2 Lieder nichts in meinem Kopf hängen geblieben, vielleicht ein drittes. Aber "Wide Eyes Open" und "When the World explodes" haben sich einfach in meinen Kopf gebrannt und wurden, neben der endlosen Postrock-Liste und Roads von Portishead, zum Soundtrack des Lernens. Bin mir nicht sicher, ob das ein gutes Zeichen ist... Wahrscheinlich nicht, sollte mal wieder zum Psychodoc... 

Neuer Doctor. Ja, Matt Smith und sein Slapstick sind (leider?, bin da noch nicht sicher) weg und Peter Capaldi mit seinem ernsten, aspergernahem 12. Doctor ist da. Die neue Staffel lieferte bisher eigentlich ganz solide Folgen, einen richtigen Burner, namentlich "Listen" mit so viel Tiefgang und Mindfuck durch die Zeitlinien, aber auch einen richtigen Schuss in den Ofen mit der Folge von Samstag, "Kill the Moon", die bis auf zwei Momente nix zu bieten hatte... Naja, wird noch.

Achja, zweiter Platz beim Turnier bei den Aktiven gemacht, whey (Finalgefecht reden wir einfach mal nicht drüber, das hätte nicht so enden müssen. Notiz für mich: Mehr trainieren und weniger zu kurz fallen).

Und am Samstag gehts nach Frankfurt zur Buchmesse, mal schauen was da so abgeht, vielleicht kommt da noch ein Blogpost. Wenn ich nicht wieder faul, krank, abwesend, abgelenkt oder einfach demotiviert bin.

Sin City 2: Der nächste Beweis, dass Kritiker sich Irren können

Sin City - Das steht für Gewalt, Sex, Intrige, CGI, kranke Charaktere und düstere Dialoge.
2005 war der Film ein Novum, explizit, brutal und gnadenlos, dazu ein noch nicht da gewesener Look.
Und genau das bietet der zweite Teil auch:
Dieselbe geniale Atmosphäre, in der man jederzeit die düstere Atmosphäre spürt, der gleiche Look, die Story wird teilweise weiter geführt, andere Teile sind ohne offensichtlichen Zusammenhang zum ersten Teil. Ein guter Mix. Die neuen Charaktere (oder neu besetzten) fügen sich weitgehend nahtlos in die Stadt der Sünde ein.
Zu den Storys sag ich nix, der Trailer spricht für sich, jedenfalls kann man genug entnehmen, es geht um Rache, Liebe, Abhängigkeit, Spiel und alle andern Sünden. Hähä.
Die Darsteller machen ihren Job enorm gut, Mickey Rourke ist ganz in seinem Element als Marv, Powers Boothe ganz der Arsch vom Dienst und (ich werde jetzt ein wenig fanboyeskes Gelaber von mir geben) neben all den andern ganz vorne und unerreichbar, Eva Green als wahrlich kranke Ava: Manipulativ, gerissen, intelligent, verschlagen, gewaltbereit, freizügig (ne Menge Fanservice, wenn ich es überlege in all ihren Filmen in letzter Zeit, naja, ich beschwer mich mal nicht bei der Aussicht^^) und geisteskrank und und und. Jede Facette spielt Green, als wäre sie diese Person und man will ihrem Willen gehorchen... ähm... Ja, also sie spielt alle anderen an die Wand. 
So, Bezug zum Titel: Die Kritiker (und viele normale Kinogänger) bemängeln in irgendeiner Form die flacheren Dialoge, die unausgereifte Story blablabla, so ein Quatsch, der Film kann einfach nicht der über 9 Jahre aufgebauten Erwartungshaltung gerecht werden und das ist vollkommen okay. Wie sollte er auch? Der Look ist halt schon mal da gewesen und nicht so „revolutionär“ und „neu“ wie 2005, auch die Darstellung von menschlichen Trieben in einem solchen Ausmaße ist Normalität geworden. Und im Ernst, flache Dialoge? Die waren also im ersten Teil tiefsinnig-philosophische Erörterungen über die moralische Unbedenklichkeit von Kannibalismus? Klatscht den Kopf ein paar mal gegen nen beliebigen Gegenstand und guckt den Film ohne diese überzogene Erwartungshaltung mit dem Gedanken, den ersten Film einfach fortzuführen und niemand wird enttäuscht, so einfach kann das Leben sein. Fantastisch! (Ich sollte diesen Blog umbenennen in „Philipp mit der Uhr‘s guide to a better life“...)

So, aber nichts desto trotz gibt es ein paar Dinge, die mich stören an diesem tollen Film:
Er ist ab 18, wir sehen Eva Green öfter nackt durch die Gegend hopsen als Marv Unschuldigen den Schädel zermatschen (letzteres ist auch viel wichtiger für die Story, but who cares?), aber trotzdem fallen keine Hüllen bei ner Stripshow? Come on, son bisschen Realismus kann ich doch erwarten (nein, es geht nicht drum Jessica Alba nackt zu sehen, sondern um die Stringenz des Ganzen... und darum dass sie sich auszieht...[Zynismus aus: Das war Sarkasmus und damit nicht ganz ernst gemeint. Zynismus wieder an.]).
Josh Brolin war kein guter Clive Owen Ersatz, der hätte dieses treudoofe Schaf mit Eiern in der Hose deutlich besser spielen können.


Aber Fazit, nicht zu viel auf Kritiker geben, Erwartungshaltungen begraben und einfach genießen, 8,5 von 10 Schlägen ins Gesicht. Verblutet jämmerlich, hähähä.