26. Januar 2015

Star Trek: Neue Grenze 1

So endlichst bin ich dazu gekommen, eine neue Rezension zu schreiben:
Star Trek: The New Frontier: Kartenhaus. Gibt es seit ner Ewigkeit, denke 10 Jahre, bin ich aber nie zu gekommen, es zu beginnen. Hab ja noch anderes zu tun. Lernen, Fechten, Hasspredigen...
So, aber nun geschwind zum wichtigen Inhalt:
Captain Calhoun, ein ehemaliger Freiheitskämpfer auf einer besetzen Welt, bekommt nach hin und her der Admiralität das Kommando über einen humanitären Hilfseinsatz im Gebiet eines auseinander gebrochenen Imperiums, ähnlich und in der Nähe dem, in welchem er einst selbst für die Freiheit seines Planeten gekämpft hat.

Peter David weiß mit einem Spagat zwischen bereits vorhandenem und neuen Ideen zu überzeugen:
Zu Beginn wird Calhouns Jugend und seine Rebellion betrachtet, detailliert genug, um ein Bild über seine Motivationen zu erlangen, aber nicht zu lang, sodass man schnell in die eigentliche Geschichte einsteigt.
Der Übergang wird durch Einführung der zukünftigen Besatzung und interne Streitigkeiten der Sternenflotten-Führungsetage, mit alten Bekannten wie Captain Picard und Admiral Jellico, bereitet, von der Diplomatie geht des dann fließend zum aktiven Dienst in die Problemregion über.
Der Captain ist irgendwo in der Schnittmenge Picard (Diplomatie), Janeway (Sprunghaftigkeit) und Kirk (laxe Auslegung der Vorschriften), fehlt nur noch eine Vorliebe für ein bestimmtes koffeinhaltiges Getränk, hat einen recht unorthodoxen Führungsstil und ist nicht auf den Mund gefallen, was an einigen Stellen durch aus für Schmunzler, wenn nicht sogar Lacher, sorgen kann, gerade im Kontrast zu seiner vorschriftstreuen ersten Offizierin mit Stock im Arsch, Commander Shelby, die zudem noch seine Ex-Verlobte ist, was die Sache nicht gerade erleichtert.
Der Rest der Crew setzt sich aus neuen und mehr oder minder bekannten (Nebenrollen der Serie einiger Folgen) Gesichtern zusammen, insgesamt ist das Bild der Besatzung recht stimmig; am besten ist der etwas zurück gebliebene Sicherheitschef, der dafür der totale Badass ist.

Fazit:
Sehr guter erster Teil einer Serie, David hat verstanden, worauf es bei Star Trek ankommt, Menschlichkeit, Ideale, Diplomatie, Politik und Philosophie und nicht nur Kampf, das ganze würzt er hier und da mit (subtilem) Humor und heraus kommt ein Schritt in die richtige Richtung (das wünscht man sich für die Filme ebenfalls). Volle Punktzahl, 10 von 10.

PS: 
Trekkie-Mode on.
Aus dieser Buchreihe könnte man eine neue Fernsehserie machen. Oder zumindest ein, bis zwei Kinofilme, die dann mal keine Remakes oder zusammengestückeltes Resterverwerten des bekannten ST-Universums in Form ein beliebiges StarWars-Abklatsch-SciFi-Action-Blockbusterfranchise sind.
Da könnte man wieder genau das erschaffen, womit Star Trek so groß geworden ist. Ja, man bekommt dann vielleicht ein paar Millionen weniger Dollar, aber dafür eine um so treuere Fangemeinde, die dann gerne mal mehr in Merchandise etc investiert.
Aber so denkt ja keiner bei Paramount bzw CBS, das sind alles nur marktkonforme Schwanzeinkneifer, die auf den schnellen Gewinn durch eine etablierte Marke hoffen...

23. Januar 2015

Ein Silberstreif in den unendlichen Weiten

Nicht viel Gutes konnte man zuletzt zu Star Trek sagen:
Into Darkness war Star Wars im Apple Store, dann die Ansage, dass Roberto Orci Regie und Drehbuch macht, wo er sich schon im obigen Film für eine Entlassung empfahl.
Danach kam der Tausch Pest gegen Cholera, Orci hat hingeschmissen, verbleibt allerdings als Produzent, und als Regisseur ersetzt ihn nun Justin Lin, der vor allem für die Fast&Furious-Reihe bekannt ist und sich damit nicht empfiehlt.
Auf Weltraumrennen mit unmöglicher Physik und ewiges Hochschalten, ne, danke, das braucht keiner in Star Trek.
Man meinte schon, dass das Star-Trek-Jubiläum 2016 total verhagelt wird, doch dann gestern die Meldung, die Hoffnung gibt: Simon Pegg, der Scotty in den neuen Trek Wars Filmen spielt und durch die Blood&Icecream-Trilogie auf sich aufmerksam gemacht hat, ein bekennender Trekkie, schreibt am Drehbuch. 
Nachdem unter anderem er und Karl Urban öffentlich Kritik am aktuellen Kurs geäußert hatten, besteht nun tatsächlich die Chance, dass Star Trek wieder mehr wie Star Trek wird.
Bleibt nur zu hoffen, dass das Studio keinen zu großen Einfluss auf die Autoren ausübt, um das Niveau beim Phaser-Pew-Pew zu halten, was der Hauptzielgruppe, dem amerikanischen Publikum, keine Kopfschmerzen vom nachdenken über den Plot bereitet.

Aber ich blicke da optimistisch in die Zukunft (ja, das kann ich auch) und hoffe, dass Pegg die Enterprise wieder in die unendlichen Weiten schickt, um fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen...

16. Januar 2015

Des wahren Untergang des Abendlandes zweiter Teil

Ich möchte es noch einmal betonen: Unser Land geht vor die Hunde...
Das Zeichen dafür: Ein geklauter Tweet einer frustrierten Schülerin darüber, dass sie zwar Gedichte analysieren kann, aber keine Steuererklärung schreiben und dass es doch bitte Aufgabe der Schule sei, ihr das bei zu bringen.
I call: BULLSHIT!
Das muss Schule wirklich nicht leisten. Genauso wenig wie Erziehung. Oder gesunden Menschenverstand. Jeder, der mal drei Sekunden darüber nachdenkt, wie Schule funktioniert und was sie vermittelt, merkt, dass es überhaupt keinen Sinn ergäbe, so etwas in den Lehrplan auf zu nehmen. Schule ist dazu da, auf den Beruf bzw. die weitere Bildung in Form von Ausbildung oder Studium vor zu bereiten, wobei wirklich jeder Basiskompetenzen in allen Bereichen braucht, um seinen Berufswunsch zu verwirklich, da bleibt für solche Trivialitäten keine Zeit.
Aber die Gute hatte ja die Idee, das als AG o.ä. durch zu führen. Klar, wer will nicht gerne in die Steuerrecht-AG, das ist doch DAS Thema bei 16-18 Jährigen und wer opfert da nicht gerne zwei Stunden pro Woche für?
Aber zum eigentlichen Problem: Das Kindchen kann ja nicht mal was dafür. Jedenfalls nicht komplett: Immer mehr Eltern halten Schule, Vereine, Gemeinden für Erziehungsanstalten, an die sie ihre Verantwortung abwälzen können, aus ihren Kindern Menschen zu machen. Dass diese Institutionen das gar nicht können, weil es an Geld, Zeit und Personal mangelt, darüber macht sich keiner Gedanken, Hauptsache, die Scheißblagen sind das Problem von wem anders. Gut, bei solchen Auswüchsen kann man es nicht verdenken, aber wer ist denn Schuld, dass die Scheiße geworden sind?  
Was dabei raus kommt, sieht man an nainablabla:
Unselbstständige Schmarotzer, die nicht in der Lage sind, in Broschüren vom Finanzamt zu gucken und vor Ort einen Beratungstermin zu machen. Aber erstmal rumschreien, um die eigene Unfähigkeit, zu leben, zu kaschieren. Aber hey, das kann sie immerhin in vier Sprachen.
So was macht dann auch noch Abitur, hier, in Deutschland, und darf dann theoretisch studieren. Aber zum Glück macht die erst ein FSJ, und dann irgendwas mit Management oder Journalismus. Da brauch sie dann nicht mal mehr eine Steuererklärung schreiben können, sitzt dann ohne Einkommen auf der Straße.
Ich sehe schon den Tweet: "Ich bin arbeitslos, kann Gedichte analysieren, aber keinen Antrag für Arbeitslosengeld schreiben." 
Fun Fact: An einigen Schulen wird das tatsächlich beigebracht. Wäre sie mal lieber dahin gegangen...

Was an dieser Thematik noch viel erschreckender ist, als dass ein solcher Tweet eine unfassbare mediale Aufmerksamkeit bekommt, die Kopieistin diverse Fernsehauftritte hat (ProSieben, Sat1 und RTL, bei letzterem hätte sie ohne Probleme fürs Nachmittagsprogramm bleiben können), nein, Politiker meinen ernsthaft, darauf reagieren zu müssen. Wie kann man sowas ernst nehmen? Der Text geistert seit geraumer Zeit im Interwebz herum, aber erst muss sone Mützen-#YOLO-Bitch daher kommen, damit ne Reaktion kommt? Bitter. Zumal es tatsächlich ernsthaften Diskussionsbedarf gäbe, zB das Abitur durch mehr Wahlmöglichkeiten besser als Vorbereitung aufs Studium auszubauen, aber hey, lasst uns lieber den Kurs "Heute lerne ich, wie mir den Arsch abwische" anbieten, vielleicht hilft es ja.

Ich möchte meinen ausufernden, niveaulosen Beitrag beenden mit einem bekannten Zitat deutscher Liedkultur, schon 1848 sangen es die Burschenschaften, als ihre Revolution zerschlagen wurde, verfasst von wahren Poeten der Szene, welches die Probleme dieses Landes virtuos zusammenfasst: 

"Danke Deutschland, wir dürfen wieder stolz sein,
ein Volk sein, Schwarz-Rot-Dumm sein."
K.I.Z.

13. Januar 2015

Der wahre Untergang des Abendlandes...

Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst der Dummheit.
Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet“ - Karl Marx

Mit diesem historisch enorm bedeutungsschwangeren Zitat möchte ich meinen hoch aktuellen, brisanten, politischen und....
Ach. Scheiß drauf. Hetze pur. Auge um Auge, Zahn um Zahn, so schreibt es die Bibel!

Dieses Gespenst von dem Marx redet, das gibt es immer noch. Nur sieht es anders aus als früher: Ein Geschwür im Herzen der Demokratie, eine Fistel am Arsch der Intelligenz: Ich rede natürlich von PEGIDA.
Für alle, die PEGIDA noch nicht kennen: Das sind ein paar Bekloppte und Bescheuerte, die Europa vor der Islamisierung retten wollen. Erstmal sollten wir ihnen dankbar sein. Wer weiß, was passiert, wenn sich hier noch ein Parasit in der Gesellschaft etabliert? 
Zwei der gleichen Abart haben wir schon, die evangelische und die katholische Kirche, Pest und Cholera für rational Denkende, schlimm genug, dass die schon da sind, aber noch einer? Ne du, das braucht keiner.

Und zum anderen: Wer rettet den Rest von uns, die mehr als 88 Hirnzellen übrig haben, vor diesen Vollschwachmaten, die allen Ernstes behaupten, der Untergang des Abendlandes stehe bevor, die Osmanen überrennen uns, aber gleichzeitig in ihren tollen Infopapern für mehr Toleranz werben, sich gegen Hassprediger jeder Art und gegen Radikalismus einsetzen (look it up, it is on the internet, you know. The Brave New World [1])?

Dass das deutsche Volk im Bezug auf Politik nicht gerade die hellste Leuchte im Lampenladen ist, okay, aber für wie doof halten die die Menschen eigentlich?
Nennen sich selbst „Primitive entblöden...“, ich meine natürlich „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ und haben was gegen Radikalisierung? Damn logics...
Die ganzen Plakate wie „Islam = Karzinom“ (ich möchte wetten, die Wissen nicht mal, was es heißt), „Der Islam ist eine Kultur des Todes“ (von denen hat sich noch keiner ansatzweise mit den christlichen oder muslimischen Schriften beschäftigt; als ob sie das könnten...), die sind ja auch nur ironisch gemeint ne? 

 Auf diesen tollen Veranstaltungen werden dann gerne Suren zitiert, die in ihrem originalen Wortlaut dem aktuellen Paradigma unserer Gesellschaft widersprechen, beispielsweise Sure 5 Vers 38, wo es heißt man solle Dieben eine Hand abhacken. Okay, nicht nett. Aber was sagt denn die Bibel dazu? Oh Wunder, sie sagt etwas sehr Ähnliches, 2. Buch Mose, 23-25: „23 Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, 24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, 25 Brandmal um Brandmal, Beule um Beule, Wunde um Wunde.“ Auch nicht viel besser, genauso gewalttätig. Aber sowas wird ja zu Propagandazwecken gerne unter den Tisch gekehrt. Ach, woher man das kennt? Mhhh.... Schwer.... Deutsche Vergangenheit... 33-45...

Aber nein, PEGIDA ist ja nicht rechts, solche Vergleiche wären ja gemein, die arbeiten nur mit Methoden aus dem dritten Reich und dann auch noch schlecht, ein Beispiel von der BOGIDA [2]: Die rechte Zecke Melanie Dittmer hat bei einer Veranstaltung dazu aufgerufen, Fotografen, angeblich „Arschlöcher von der AntiFa“ (mein Kompliment zu dieser höchst toleranten Sichtweise), die ihr nicht in den Kram passten, zu blockieren. Also die NSDAP hatte dafür ihre eigene Schlägertruppe, da sollten doch ein paar passende Kandidaten neben den Rechts-Konservativen am Gehstock auf der Veranstaltung zu finden sein?  
Und wie süß sie sich echauffiert, „meine rechte Vergangenheit ist egal, da war ich jünger“, ja schade, da warste halt früher noch döfer als heute. Toll, dass sie dazu steht, aber sie muss sich ja nicht dafür entschuldigen, aus dem Alter ist sie ja raus. Eher aus dem, den gesunden Menschenverstand zu benutzen...

Unfassbar. Und sowas auf deutschem Boden. Selbst der Führer hätte sich mit solchen Volksschädlingen nicht abgegeben und ihnen eine Zugreise geschenkt und wäre vor Scham direkt mitgekommen. 
Das würde alle Probleme lösen... Mhh...

Quellenverzeichnis (ich stelle ja keine Behauptungen in den Raum, ts...):


PS: Schlimm, dass man es dazu sagen muss...
An die, die es immer noch nicht gemerkt haben: Das hier sind „Zynismus“ und„Sarkasmus“, das soll gemein, unfundiert und beleidigend sein. Frau Dittmer dient hier nur als Beispiel (sorry, zu mehr taugt sie echt nicht), fand ich recht passend. 
Sollte sich jemand persönlich angegriffen fühlen, ja, schade. Ich nehme mein Recht auf Meinungsfreiheit (für sowas steht sogar Pegida) in Anspruch und berufe mich darauf, dass dieser Beitrag Satire ist. 
Ich als Autor dieses höchst qualifizierten Beitrags möchte versichern: Ich habe nichts gegen Extremisten, weder Rechte, noch Linke. Jedenfalls nichts wirksames. Ich vertrete die radikale Mitte und den Wahlspruch: Inhalte überwinden.

Bei diesem Beitrag kamen keine Tiere in irgendeiner Art und Weise zu Schaden.

Dieser Beitrag wurde zu 100% auf regenerativen Bytes gespeichert.

3. Januar 2015

Schon wieder ein Jahr rum

Das war also 2014. Schon son ganz schönes Jahr gewesen:

Eigene Wohnung, alle Klausuren bestanden, Doppelsieg beim Deutschlandpokal, 2. Platz im Einzel auf dem mülheimer Turnier, Rock am Ring, diverse andere Konzerte, großartige Filme, tolle neue Bücher, Deutschland ist Weltmeister im Fechten (ja, auch im Fußball), hier was, da was und ab und zu etwas Scheiß, aber alles in allem doch recht positiv.
Kommen wir zu dem, was so einen Jahresrückblick aus macht: Rankings.
Bitches love rankings. 

Filme:
Schwer. Dieses Jahr gabs viel. Zu viel zum Reviewen.

1. Interstellar
(gab kein Review, hab ich trotzdem gesehen) Richtig gute SciFi, sehr gute Mischung aus Science und Fiction, filmisch und schauspielerisch exzellent umgesetzt, Bonuspunkt durch  Physiker, die bei der Produktion beteiligt wurden, grandios.
2. Gone Girl
Wirklich guter Thriller, viele Drehungen, Wendungen und menschliche Abgründe; 
Fazit: Niemals heiraten.
3. X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
Perfektes Konglomerat aus Action, Spannung, Humor und einer Prise SciFi und Dystopie, gepaart mit großartigen Schauspielern.
4. The Signal
Toller kleinerer Drama-Thriller-RoadMovie im SciFi-Gewand, wirklich gut für einen Film dieser Größe Inszeniert
5.  Kann ich mich nicht festlegen. Warum auch. Wer sagt denn, dass solche Rankings immer genau 5 Plätze haben müssen? Gibt es da eine DIN, EN oder ISO für, ich denke nicht oder?

Alben:

1. Fair Youth von Maybeshewill
Kann man sich drin verlieren und Ewigkeiten in Dauerschleife hören, wird einfach nicht langweilig
2. Hunting Party von Linkin Park
Bisschen zurück zu den Wurzeln, bisschen von allem, was sie können, macht richtig Spaß
3. Quantum Enigma von Epica
Es ist unfassbar, aber sie schaffen es mit jedem Album, noch einen drauf zu setzen, diesmal war weniger mehr, etwas weniger Geschrei hat dem überraschender Weise echt gut getan.
 4. Sunset on the Golden Age von Alestorm
Noch mehr Trinken, etwas mehr Historie, noch mehr Spaß und ein Cover, Daumen nach hoch.
5. Elpintor von Interpol und Sonic Highways von Foo Fighters
Machen beide Spaß, keine großen Revolutionen im Stil, eher schleichende Änderung, machen aber auf jeden Fall enorm Spaß

Außer Reihe: Signs of Life von Tellyouwhatnow, fetzt ganz schön der Indie-Metal aus Berlin

Enttäuschungen:
Ja, da gab es dieses Jahr einige.

1. Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
Lest meine Kritik. Egal welche Version.
2. Das Ende von HIMYM 
Meine Fresse, wie konnten sie nur. Und dann noch dieses peinliche Video, in dem der Ananasvorfall richtig schlecht aufgeklärt wird.
3. Siren Charms von In Flames
Melodic Deathmetal ist bei ihnen, welch Ironie, tot.
4. Wish I Was Here
Nicht wirklich schlecht, hatte aber mehr davon versprochen
5. Europawahl
Das Wahlvieh ist dumm

Games
Kein Ranking, einfach mal so in den Raum gestellt:
Borderlands Pre-Sequel, einfach herrlich, endlich kann man Claptrap, den unfassbar nervigen, aber niedlichen Roboter spielen und Banditen wegschnetzeln; und Handsome Jack an die Macht verhelfen, ist sowieso viel cooler, auf der bösen Seite zu spielen. Hähä. Wobei... Lilith und Maya sind beide bei den Guten... Ah. Egal welche Seite, BORDERLANDS!

Deadcore, ein bisschen Jump n Run, ein bisschen Portal und ein bisschen Hektik auf Amphetaminen und heraus kommt dieses Spiel. Alles geschieht schnell oder muss schnell geschehen, man springt wie ein Eichhörnchen auf Speed durch die Gegend, um auf das Dach des mysteriösen Turms zu gelangen. 

Strike Vector, Dogfights in raumschiffartigen Jets, hohe Geschwindigkeit, steile Lernkurve und es macht unfassbar Spaß, sich gegenseitig damit ab zu schießen. Leider etwas leerer Multiplayer, darum: Kaufen und zocken. Jetzt.

War sonst noch was? 

Achja, dieser Blog hier hat im Dezember die 5000 Views voll gemacht. Ein Zeichen dafür, wie qualitativ hochwertig und differenziert hier auf höchstem Niveau Scheiße verzapft wird.

18. Dezember 2014

Voyager 5: Project Full Circle

Nach ein paar Monaten Wartezeit war es dann Ende Oktober so weit: Teil 5 des literarischen Voyager-Reboots kam heraus und die englischsprachigen Rezensionen schufen Hoffnung auf ein besseres Buch als die beiden Vorgänger und die konnte sie tatsächlich erfüllen:
Das Buch ist in zwei Teile geteilt, was durch aus Sinn ergibt und spinnt zum einen die in den ersten Büchern Geschichten weiter und beginnt eine neue Storyline, das titelgebende Project Full Circle, das unter anderem auch die Voyager betrifft, und zwei Jahre in der Zukunft, nach den Ereignissen von Destiny, dann tatsächlich anläuft. Aber der Reihe nach.

Teil 1.
Die Klingonen-Story rückt deutlich in den Vordergrund, nimmt mit der Entführung Mirals und einen religiös motivierten Kampf zweier Sekten, der sogar einen Realitätsbezug zu einer genetischen Mutation des klingonischen Erbguts besitzt, deutlich an Fahrt auf.
Parallel wird immer ein wenig Full Circle thematisiert, das die Auswertung der Voyager-Reise betrifft und eine weitere, große Mission zur Folge haben wird, doch dazu später mehr.
Der erste Teil schafft es ganz gut, die losen Schnüre zusammen zuknüpfen und die Geschichte um Miral angemessen zu Ende zu bringen, wobei für meinen Geschmack der politische Teil um den Planten Kerovi und den Wandler etwas zu beiläufig beendet wird, und dass die Klingonen so bereitwillig kooperieren grenzt schon an Blauäugigkeit, ist aber so gerade noch im Rahmen (Ich vermute, die Autorin war von einigen Ideen der Vorgänger-Bücher nicht ganz so angetan, was man nicht verübeln kann).
Dafür trumpft er durch den Einblick in Toms und B‘elannas Gedanken und Leben richtig auf, man bekommt sehr genaue Bilder ihrer Motivationen und Charaktere, die Übrigen bekommen nicht ganz so viel Raum, bleiben aber trotzdem nicht blass, sondern stets nachvollziehbar in ihren Entscheidungen.

Teil 2.
Im zweiten Teil geht es wie schon in Geistreise viel um Chakotay, allerdings wird es deutlich besser gemacht: Man blickt tief in seinen Charakter und wie er mit Janeways Tod (in TNG - Heldentod ) nicht zurecht kommt, fragwürdige Entscheidungen trifft und letztendlich beurlaubt wird.
Die erwähnte Mission, die Voyager zusammen mit anderen Schiffen zurück in den Delta-Quadranten zu schicken, kommt letztendlich doch noch durch, zuvor wurde sie immer wieder von Janeway mit Verweis auf die Crew boykottiert.
Des Weiteren befasst er sich mit den Folgen der Destiny-Ereignisse, bspw. Probleme auf Seiten Sevens durch die Rücktransformierung der Bord durch die Caeliar.
Der zweite Teil strotzt nur von Machtkämpfen und Intrigen im Oberkommando der Sternenflotte, ohne sie direkt zu offenbaren und trotz der ernsten Grundthematik um den Tod und dessen Folgen, durchaus witzigen Situationen zwischen einigen Charakteren.
Hier konnte ich keinen Kritikpunkt finden, alles wirkt doch recht schlüssig.

Allgemein:
Gerade die neu eingeführten Charaktere lassen auf einen spannenden weiteren Verlauf der Reihe hoffen, zu nennen wären da Admiral Batiste, der die Delta-Quadrant-Mission auf Teufel komm raus durch führen will, ohne dass man seine genaue Motivation erkennt, Captain Eden, Leiterin von Project Full Circle, die dem zuerst skeptisch, später aber wohlwollend gegenüber steht und mein Favorit, Counselor Cambridge, der schlagfertig, antipathisch und gemein, aber zugleich gerecht, ehrlich und auf seine Weise geradlinig ist.
Was mir im ganzen leicht negativ auffällt ist, dass einige Charaktere zu kurz kommen, so hätte ich gerne noch etwas mehr vom Doctor und Tuvok gehört (ja, Tuvok ist auf der Titan, aber Subraumkommuniktation ist ja nicht so unmöglich).

Fazit: 

4,5 von 5 Sternen, weil das Buch wieder das Voyager-Gefühl vermittelt, dass sich alles um eine große Familie dreht, die (ehemalige) Crew der Voyager steht für einander ein, egal wie, immer im Rahmen der Vorschriften, es sich sehr gut in den neu geschaffenen Ereignisspielraum der Post-Destiny-Zeit einreiht und wieder spannend und mit nicht ganz so ausgelutschten Ideen aufwarten kann.

11. Dezember 2014

Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere oder „Wie man Autoren dazu bringt sich wie Kreisel im eigenen Grab zu drehen“ Kinoversion

So, es ist soweit, der letzte Teil des „Peter Jackson Nerdgasm“ (Screen Junkies, „Honest Trailer - The Hobbit: An Unexpected Journey) ist raus. Und mit Nerdgasm hat der nur zu 50% was zu tun.
Der Film macht da, wo er das Buch und die Dinge, die in anderen Bücher und/oder deren Anhängen erwähnt werden, so gut wie alles richtig, die Darsteller, allen voran Martin Freeman und Ian McKellen, leisten bewundernswerte Arbeit.
Gerade der Untergang Esgaroths, der Kampf in Dol Guldur, Thorins Wahn (mit Ausnahme dieser Visions-Sequenz), die Schlacht der fünf Heere im allgemeinen (was die teilnehmenden Fraktionen angeht, besonders die Zwerge von den Eisenbergen, allen voran Dain Eisenfuß, fand ich beeindruckend und witzig) und ganz besonders das Ende mit der Auktion und die Verbindung zur Herr-der-Ringe-Trilogie.
Hinzu kommt noch der grandiose Soundtrack, mal wieder über jeden Zweifel erhaben der gute Howard Shore, viel Abwechslung, immer passen auf den Punkt.

Aber dort, wo PJ betrunkenen/bekifften/bescheuerten Kopfes Sachen hinzugedichtet hat...
Da reicht ein Facepalm nicht aus. Tolkien rotiert gerade in seinem Grab.
Ich kann das hier gar nicht kurz fassen, aber ich hole mal die wichtigsten Punkte raus:
Woher kommen diese Grabwürmer, die Azog benutzt, warum wurden die vorher nie erwähnt und warum arbeiten sie für die Orks?
Was zur Hölle hat Angmar mit dem ganzen Mist zu tun?
Was soll diese Lovestory?
Wo kommen die zwanzig Millionen Ork-, Billwiss- und Trollrassen auf einmal her?
Seit wann sind popelige Gebirgsgoblins (Goblin hier als synonym für verwilderte Orks, im Kontrast zu den Mordor-Orks und Uruk-Hai) besser ausgerüstet als Sarumans Streitmacht?
Wie kann man etliche Meter hohe Feldzeichen, die auf einem Berg in Sichtweite stehen, nicht bemerken?
Seit wann sind rudimentär bewaffnete Menschen im Kampf effizienter als motherfucking Elben, die Mensch in so ziemlich allem überlegen sind (im Film verhalten sie sich eher wie Stormtrooper, treffen nix und sterben schnell)?
Kamikazetrolle mit Mini-Steindächern auf dem Kopf, die im fliegenden Suizid-Kommando Wände einreißen?
Naturgesetze erhalten in Mittelerde ab jetzt auch ihren eigenen Willen und arbeiten nur dann, wenn sie sollen und es der Handlung zuträglich ist?
Warum wird Radagst hier vollends zum Jar Jar Binks von Mittelerde gemacht?

So, das sind nur einige Punkte von enorm vielen...
Selbst Menschen, die das Buch nicht gelesen haben, werden da den Kopf schütteln bis das Hirn ein Protein-Shake ist.


Fazit:
4 von 10 Punkten, denn die Hälfte, die gut ist, ist richtig richtig gut, aber das, was schlecht ist, ist auch wirklich schwer zu schlucken und leider dominant.